Unternehmerin des Monats

Liebe zur Arbeit

„Messebesuche, Harmonikatreffen, Prospekte und Fotoshootings sind ein wesentlicher Bestandteil in der Präsentation und im Verkauf“ , so Edith Müller.

Elementar aber ist die Mundpropaganda. „Wir haben das Glück einer hervorragenden Zusammenarbeit mit Musiklehrern und Harmonikaspielern. Diese schätzen unsere Produkte und das hochwertige Stimmen der Harmonika durch unsere ExpertInnen. Dadurch verkaufen wir auch viel an die Jugend. Es freut mich riesig wenn man sieht wie die Kinder begeistert beginnen das Instrument zu spielen und es in kürzester Zeit beherrschen“ , schwärmt die Unternehmerin.

"Mit der Zeit habe ich bemerkt, dass es mir richtig Spaß macht!"

Entwicklung zur Marke

„Zu Beginn hat uns niemand gekannt und es hat Jahre gedauert und viel Überzeugungsarbeit bedurft bis wir uns als Markenprodukt etablieren konnten“ , erzählt die Unternehmerin. Heute ist Harmonika Müller Träger des österreichischen Qualitätsgütesiegels.

Denn eine „Müller“ ist mehr als nur ein Instrument. Sie ist ein Kunstwerk, ein „Must-Have“ für HarmonikaspielerInnen. Die gesamte Produktion findet im eigenen Haus statt wodurch individuelle Bedürfnisse der Kunden berücksichtigt werden können. „Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Harmonika, da sich die Ansprüche ständig verändern“ , erzählt Frau Müller voller Stolz. Klang und Erlebnis, Tradition und Fortschritt ergänzen sich in diesem Unternehmen hervorragend. 50 % der Produktion gehen in den Export mit Hauptaugenmerk auf Deutschland.

Mitarbeiter

1976 verließ die erste handgefertigte "Steirische", den damals von Peter und Edith Müller gegründeten Meisterbetrieb. Seit damals entwickelte sich das Unternehmen zum heute größten Harmonika-Hersteller und wichtigen Arbeitgeber in der Region. 46 generationsübergreifende MitarbeiterInnen und drei Lehrlinge fertigen nun mit jahrelanger Erfahrung, aber auch mittels modernster Technologie alle Bauteile in hauseigenen Abteilungen. Dort werden sie auch überprüft und zu einer Müller-Steirischen gefertigt.

Schicksalsschlag

"Es war ein großer Schock für uns alle und niemand wusste wie es weiter gehen sollte!"

Völlig unerwartet verstarb im Vorjahr Peter Müller. Nicht nur der unermessliche Schmerz, dass der geliebte Ehemann, der Vater von Janine und Marcel, den beiden, inzwischen 21-jährigen Zwillingen, viel zu früh gegangen war, sondern auch die Sorge um die Existenz, die Fortführung des Unternehmens, schien schier nicht zu bewältigen. Doch, es ging! Durch den Zusammenhalt aller. „Unsere MitarbeiterInnen bewiesen größten Einsatz und Treue. Die beiden Kinder sind in das Unternehmen eingestiegen und gaben mir großen Rückhalt. Marcel arbeitet bereits auf die Meisterprüfung hin. Wirtschaftskammer und Behörden unterstützen uns tatkräftig, so dass wir das Unternehmen ganz im Sinne meines Mannes weiterführen können“ , berichtet Frau Müller.

Blick nach vorne

"Wir fühlen uns der Tradition der Steirischen Harmonika tief verbunden – mit Innovation und neuesten Technologien wollen wir sie pflegen"

Seit 2014 gibt es einen zweiten Standort, den Müller Murtal Store in Judenburg und Exporterweiterung durch neue Markterschließung sind derzeit in Planung. „Ich wünsche mir aber vor allem, dass es den Jungen gelingt den Betrieb in seiner Form zu erhalten und weiter zu führen. Das alleine ist schon Aufgabe genug“ , ergänzt die Unternehmerin mit Bedacht.

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